Treffen der ehemaligen Jugendgruppe „Misch-Masch 75“

Nach 50 Jahren: Treffen der ehemaligen Jugendgruppe „Misch-Masch 75“, am 08.11.2025, im Lorenz-Gemeindehaus

Am 10. November 1975 wurde der gemischte Kreis „Misch-Masch 75“ ins Leben gerufen. Mit dem Bau des Lorenz-Gemeindehauses 1973 erblühte die Jugendarbeit neu. Über zehn Jugendgruppen konnten in den neuen Räumen des Gemeindehauses, in der Nordheimerstraße, wöchentlich abgehalten werden. Es waren die Jahrgänge von 1958 bis 1969/70. Es gab die Jungscharen für Jungen und Mädchen, gemischte Kreise und Erwachsenenkreise. Dahinter standen viele Leiterinnen und Leiter. Diese möchte ich zur Erinnerung nennen: Helmut Dürrwang, Jürgen Brame, Hubert Späth, Elvira Friedrich, Thomas Fick, Martina Betz, Uwe Schulz, Nora Schön und Ute Becker.

Danach ging es in der Jugendarbeit bis heute weiter, so dass wir jedes Jahr 10 bis 12 Jugendgruppen hatten und haben. Seit den 70er-Jahren bis heute kamen und kommen jede Woche ca. 150 Kinder und Jugendliche in unserer kirchlichen Jugendarbeit zusammen. Das ist erfreulich und eine gesegnete Geschichte. Diese Jugendlichen wirken z. T. heute noch in der Öffentlichkeit in Vereinen, Gruppen und anderen Gemeinschaften in unserer Gemeinde Leingarten. Ihre Prägung haben diese Jugendlichen in der kirchlichen Jugendarbeit erhalten und wirken im Sportverein, der Feuerwehr, bis hin zu in neuen Gruppen wie Credo oder der Kulturpause.

Nun möchte ich aber auf unser Treffen der Gruppe „Misch-Masch 75“ vom 08. November 2025 berichten. Die erste Gruppenstunde fand am 10. November 1975 im Lorenz-Gemeindehaus statt und ging bis ins Jahr 1981. In diesem Zeitraum lagen viele wöchentliche Gruppenstunden (ca. 250) und etliche Freizeiten, die meistens in den Ferien stattfanden. Darunter waren viele Zeltlager: im Salltal, in Grab, im Kreuzle, in Forchtenberg. Aber auch viele Wanderungen mit der Kothe (Zeltplane), Radtouren, Bergfreizeiten in Schröcken (Bregenzer-Wald) und als Höhepunkt unsere Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer in Holland.

Von diesen Freizeiten schauten wir an diesem Abend viele Bilder von unvergesslichen Erlebnissen und Begegnungen an. Die Stunden waren viel zu kurz und es wurde geredet und geredet. Dazwischen sangen wir auch ehemalige Freizeitlieder, die uns während der Zeit der Unternehmungen begleiteten. Natürlich gab es an diesem Abend auch ein leckeres Essen mit vielen Salaten, Beilagen und verschiedenen Nachtischen. Was aufgefallen ist, dass wir uns zwar körperlich verändert haben (weniger Haare, Bauchansatz, usw.), aber vom Charakter unverändert blieben. Von den insgesamt 37 Gruppenmitgliederinnen und Gruppenmitglieder waren an diesem Abend 30 „Misch-Maschler“ anwesend, davon leben immer noch 13 in Leingarten, der Rest wohnt im Landkreis Heilbronn. Wir gedachten auch an unsere verstorbenen Mitgliederinnen und Mitglieder: Renate Flinspach, Sabine Hengerer und Andreas Maier. Auch wenn ein geliebter Mensch nicht mehr für uns da ist, die Erinnerungen an ihn wird uns niemand nehmen können.

Wir machten uns Gedanken zum Monatsspruch: „Jesus Christus spricht: Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17, 21 f.). Wir leben in einer Zeit, in der wir oft auf der Suche sind – nach Sinn, nach einem Platz in der Welt, oder danach, wo Gott für uns zu finden ist.

Das Reich Gottes ist bereits mitten unter uns, nicht an einem bestimmten Ort oder zu einem exakten Zeitpunkt. Es ist nicht hier oder dort, sondern „mitten unter uns“. Das bedeutet, dass Gott mit seiner Souveränität und Liebe jetzt hier ist. Seine Gegenwart und seine Möglichkeiten sind Teil unseres Alltags.

Wo können wir heute Gottes Gegenwart an diesem Tag entdecken?

Es gilt die Zusage der Liebe Gottes: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir.“

Wir feierten bis spät in die Nacht hinein (01.30 Uhr) und beschlossen, dass wir uns spätestens in fünf Jahren wieder treffen würden oder zu einem regelmäßigen Stammtisch zusammenkommen könnten. Wir warten ab, was sich darauf entwickelt.

Danke sagen möchte ich Bernd Fleck, der mit mir zusammen das Misch-Masch-Treffen organisierte und ein Programm auf die Füße stellte.

Jürgen Brame